Als es an der Zeit war, den in die Jahre gekommenen Hosokawa Micron Mischer in ihrer Compoundieranlage zu ersetzen, sah Milliken Chemical darin eine Chance. Anstatt sofort einen identischen Ersatz zu bestellen, arbeitete das Unternehmen eng mit dem Hosokawa-Team zusammen, um die spezifischen Anforderungen neu zu bewerten und konkrete Möglichkeiten zur weiteren Verbesserung der Produktionseffizienz zu identifizieren. Dieser kollaborative Ansatz stellte sicher, dass die neue Mischlösung optimal auf die Bedürfnisse von Milliken abgestimmt ist.
Milliken Chemical, ein US-amerikanisches Unternehmen mit EMEA-Hauptsitz im belgischen Gent, genießt weltweit das Vertrauen führender Hersteller in den Bereichen Polymerproduktion, Kunststoffverarbeitung und Recycling. Die innovativen Lösungen der Gruppe verbessern die Prozesseffizienz, Produktqualität und Nachhaltigkeit für Kunden in diesen Industrien. In Bad Bentheim, Deutschland, am hochmodernen Compoundierstandort der Zebra-chem GmbH, die 2021 von Milliken übernommen wurde, liegt der Fokus auf Hochleistungs-Treibmitteln für das Aufschäumen von leichten Kunststoffprodukten sowie auf Peroxid-Masterbatches zur Viskositätsreduktion im Recyclingsektor.
Ein leistungsfähiger Industriemischer ist ein zentraler Bestandteil des Produktionsprozesses in der Compoundieranlage der Zebra-chem GmbH. Um eine gleichbleibend hohe Produktqualität sicherzustellen, müssen die Kunststoffadditive zu einer konstant homogenen Mischung verarbeitet werden. Diese Homogenisierung muss schonend erfolgen, ohne übermäßige Wärmeeinträge, da die eingesetzten Komponenten wärmeempfindlich sind. Neben diesen verfahrenstechnischen Anforderungen muss der Mischer einfach und sicher zu bedienen sein, eine hohe Zuverlässigkeit für die kontinuierliche Beschickung der Extrusionsanlagen gewährleisten und gleichzeitig wartungsfreundlich sein. Ein Mischer von Hosokawa Micron erfüllte all diese Anforderungen.
„Wir haben über viele Jahre hinweg einen Mischer von Hosokawa Micron erfolgreich eingesetzt. Irgendwann wurde jedoch klar, dass er das Ende seines Lebenszyklus erreicht hatte und ersetzt werden musste“, sagt Jens Vandewijngaarden, Global Product Line Manager – Plastic Additives bei Milliken Chemical. „Da die Leistungsmerkmale für uns optimal waren, suchten wir zunächst nach einem direkten Ersatz.“
„Obwohl wir mit der betrieblichen Leistung des bestehenden Mischers sehr zufrieden waren, sah ich darin eine Chance für ein kontinuierliches Verbesserungsprojekt, bei dem wir dem Ersatzmodell zusätzliche Funktionen hinzufügen könnten“, erinnert sich Bart Gabriëls, der damals als Werksleiter bei Zebra-chem GmbH tätig war. „Insbesondere wollte ich prüfen, ob sich die Reinigungszeiten bei Produktwechseln weiter reduzieren lassen.“
„In meiner Zeit als Werksleiter habe ich bereits an anderen Projekten mit Hosokawa gearbeitet und sie stets als sehr hilfsbereit und lösungsorientiert erlebt, insbesondere wenn es um maßgeschneiderte Lösungen ging. Zudem verfolgen beide Unternehmen eine ähnliche Denkweise – das passt gut zusammen“, ergänzt er.
„Bei Milliken verstehen wir uns als Co-Development-Partner und arbeiten eng mit unseren Kunden zusammen, um Lösungen zu entwickeln, die sowohl Leistungs- als auch Nachhaltigkeitsziele erfüllen. Dieses kollaborative Modell ist ein wichtiger Differenzierungsfaktor im Bereich chemischer Additive. Wir erkennen denselben Ansatz auch bei Hosokawa Micron. Daher war es naheliegend, unsere Anforderungen offen zu teilen und gemeinsam Ideen für den Ersatzmischer zu entwickeln“, fährt Gabriëls fort.
Unter der Koordination von Raymond Fels, Application Engineer bei Hosokawa Micron, präsentierte das Engineering-Team mehrere konkrete Lösungsvorschläge. „Gemeinsam haben wir Ideen entwickelt und verschiedene technische Optionen ausgearbeitet, etwa eine vereinfachte Demontage und Montage der Mischschnecke, zusätzliche Inspektionsöffnungen für besseren Zugang oder die Integration von Düsen zur Unterstützung der Reinigung im eingebauten Zustand. Für jede Option haben wir sowohl die Investitionskosten als auch die potenziellen Vorteile hinsichtlich Effizienz, Sicherheit und Bedienkomfort bewertet“, erklärt Fels.
„Das Hosokawa-Team hat unsere Anforderungen mit großem Engagement aufgegriffen und mehrere durchdachte Optionen vorgestellt, jeweils mit klaren Kostenschätzungen und einer strukturierten Herangehensweise. Während der Evaluierungsphase haben uns die offene Kommunikation und der fachliche Austausch mit dem Hosokawa-Team maßgeblich dabei unterstützt, die richtige Entscheidung für die neue Mischanlage zu treffen“, sagt Gabriëls.
Der gesamte Entscheidungsprozess verlief laut Gabriëls reibungslos und innerhalb eines klar strukturierten Zeitrahmens: „Die ersten Projektgespräche begannen Anfang 2024, und die Factory Acceptance Tests bei Hosokawa in den Niederlanden wurden Anfang 2025 erfolgreich abgeschlossen. Während des gesamten Prozesses war Hosokawa stets kommunikativ, hilfsbereit und sehr unterstützend.“
„Die Inbetriebnahme verlief problemlos, und der neue Mischer läuft stabil und ohne Einschränkungen“, berichtet Vandewijngaarden. „Auf Basis dieses Projekts und früherer Zusammenarbeit schätzen wir insbesondere die schnelle und klare Kommunikation, die Unterstützung des Engineering-Teams bei spezifischen Fragestellungen, die geografische Nähe zu unserem Werk sowie die Zuverlässigkeit des After-Sales-Service von Hosokawa“, so sein Fazit.
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Hosokawa Micron entwickelt Systeme für die Pulver- und Schüttgutverarbeitung mit Fokus auf Energieeffizienz, Prozessoptimierung und langfristige Anlagenperformance. Als ISO 14001 zertifiziertes Unternehmen mit einer EcoVadis-Silbermedaille unterstützen wir eine nachhaltigere und energieeffizientere Pulververarbeitung.