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Trockenreinigung und Rückstandsverhütung in Pulvermischern

Der Umgang mit Schüttgutrückständen in Mischern, die für mehrere Produkte verwendet werden, kann eine erhebliche Herausforderung darstellen. Nassreinigungsmethoden wie das Spülen mit Wasser erscheinen zwar unkompliziert, führen jedoch zu Feuchtigkeitsansammlungen im Gerät, was Kontaminationsrisiken birgt – insbesondere durch das Wachstum von Bakterien. Trockenreinigungsverfahren bieten eine ideale Lösung zur Beseitigung von Feuchtigkeit, erfordern jedoch sorgfältige Planung und spezifische Konstruktionsüberlegungen, um wirklich effektiv zu sein.

Hosokawa blickt auf über 85 Jahre Erfahrung in der Herstellung und Vermarktung von Mischern zurück und hat verschiedene Ansätze für die unkomplizierte Trockenreinigung von Mischern entwickelt. Das grundlegende Prinzip bei dieser Reinigungsmethode ist die Vermeidung jeglichen Kontakts des Mischerinneren mit Wasser, um der Gefahr einer potenziellen Bakterienverbreitung vorzubeugen.

Effektive Trockenreinigung durch Prozessoptimierung

Nauta PulvermischerEine effektive Trockenreinigung kann durch eine sorgfältige Prozessgestaltung erheblich verbessert werden, wobei Faktoren wie die Wahl des Behälters, Materialtransferschritte sowie die Position und Menge der Flüssigkeitszugaben berücksichtigt werden müssen. Ebenso wichtig ist das Design des Mischers selbst. Wichtige Konstruktionsmerkmale, die die Trockenreinigung erleichtern, umfassen:

  • Konisches Mischerdesign: Durch die Ausnutzung der Schwerkraft zur Entleerung des Mischers verringern die geneigten Flächen die Möglichkeit, dass sich Pulver absetzt und Rückstände bildet.
  • Zentraler Bodenauslass: Ein uneingeschränkter Bodenauslass ermöglicht eine vollständige Entleerung des Mischers.
  • Nahtlose Behälterkonstruktion: Aus einem Teil gefertigte Mischbehälter mit glatten Oberflächen verhindern die Bildung von Rückständen in Nähten.
  • Offene Schneckenflüge: Bei konischen Schneckenmischern kann die Mischschnecke mit offenen Schneckengängen ausgeführt werden, um die Ablagerung von Rückständen auf der Schnecke zu minimieren.

Erkennen und Reinigen von Rückstandszonen in Schneckenmischern

Trotz Designoptimierungen bleiben nach dem Mischprozess unvermeidlich einige Produktreste im Mischer zurück. Das Verständnis darüber, wo sich diese Rückstände ansammeln, ist entscheidend, um die richtige Reinigungsmethode zu wählen. Typischerweise bilden sich in einem Schneckenmischer Rückstände in drei Zonen:

  1. Über dem Produktniveau: Oberflächen in dieser Zone sind hauptsächlich durch Staubablagerungen während des Befüllens, Mischens und Entleerens betroffen. Da die Rückstände in der Regel lose sind, können sie oft leicht mit Druckluft entfernt werden.
  2. Unterhalb des Produktniveaus: Oberflächen in dieser Zone haben intensiveren Kontakt mit dem Produkt. Durch die Schwerkraft und die ständige Bewegung der Pulverpartikel haften Rückstände hier stärker. Flüssigkeiten in der Mischung verstärken zudem die Anhaftung an der Behälterwand. Oft reicht jedoch ein trockenes Tuch aus, um diesen Bereich zu reinigen.
  3. An der Mischerschnecke: Die hartnäckigsten Rückstände bilden sich normalerweise an der Mischerschnecke, insbesondere unter den Schneckenflügeln. Das Entfernen dieser Rückstände erfordert oft intensivere Reinigungsmethoden wie Bürsten oder spezielle Werkzeuge.

Drei Lösungen zur Trockenreinigung von Schneckenmischern

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, empfehlen die Spezialisten von Hosokawa Micron drei Lösungen, die den Trockenreinigungsprozess von konischen Schneckenmischern deutlich verbessern:

  1. Vitomix PulvermischerWartungstür: Eine bedienergroße Inspektionstür in der Behälterwand bietet einfachen Zugang zu allen zu reinigenden Oberflächen. Besondere Aufmerksamkeit sollte den Schweißnähten gewidmet werden, die die Schneckenflügel mit der Welle verbinden, sowie der Unterseite der Schnecke. Die große Tür sorgt dafür, dass diese kritischen Bereiche leicht zugänglich sind. Im Betrieb gewährleistet ein Silikon-O-Ring in Kombination mit mehreren Schnellverschlüssen eine dichte und sichere Abdichtung. Zur Erhöhung der Sicherheit verhindert ein eingebauter Sicherheitsschalter das Öffnen der Tür, während sich die Schnecke dreht. Zudem ist die Tür so konstruiert, dass sie bündig mit der Behälterwand abschließt, um eine glatte Innenfläche zu gewährleisten.
  2. Halbgewölbter Deckel: Um die Reinigbarkeit weiter zu verbessern, entscheiden sich viele Kunden für einen halbgewölbten Deckel, der mit dem Konus verschweißt ist. Dieses Design eliminiert Spalten und bietet glatte, abgerundete Oberflächen, auf denen sich Rückstände weniger leicht ansammeln und somit das Kontaminationsrisiko verringert wird.
  3. ISEM-Auslassventil: Ein weiteres Merkmal, das die Trockenreinigung erleichtert, ist das ISEM-Kugelsegmentventil von Hosokawa am Auslass. Die abgerundete Innenseite minimiert das Risiko von Materialablagerungen. Eine Inspektionsöffnung ermöglicht die einfache Entfernung von Rückständen bei Bedarf.

Fazit

Die Trockenreinigung von Rückständen in Pulver- und Feststoffmischern ist ein entscheidender Prozess, um die Hygiene aufrechtzuerhalten und das Risiko von Verunreinigungen zu verringern, insbesondere wenn ein Gerät für mehrere Produkte verwendet wird. Mit optimierten Mischerkonstruktionen und intelligenten Funktionen wie Wartungstüren, halbgewölbten Deckeln und dem ISEM-Auslassventil bieten die konischen Schneckenmischer von Hosokawa effektive Trockenreinigungslösungen. Durch die Berücksichtigung sowohl der Beschaffenheit der Rückstände als auch des Designs des Mischers können Betreiber die Reinigungszeiten erheblich verkürzen und die Produktionseffizienz verbessern.

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Hosokawa Micron Experten für Pulververarbeitungssysteme

Nachhaltige Verfahrenstechnik

Hosokawa Micron entwickelt Systeme für die Pulver- und Schüttgutverarbeitung mit Fokus auf Energieeffizienz, Prozessoptimierung und langfristige Anlagenperformance. Als ISO 14001-zertifiziertes Unternehmen mit einer EcoVadis-Silbermedaille unterstützen wir eine nachhaltigere und energieeffizientere Pulververarbeitung.

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