Verarbeiten Sie Pulver effizient, indem Sie ein Mischkonzept wählen, das zu Durchsatz, Produkteigenschaften, Rezepturflexibilität und Prozesssteuerung passt. Sowohl diskontinuierliches als auch kontinuierliches Pulvermischen kann homogene Mischungen erzeugen, die Verfahren unterscheiden sich jedoch deutlich hinsichtlich Verweilzeit, Dosierstrategie, Anlagenkonfiguration und Integration vor- und nachgelagerter Grundverfahren.
Die Auswahl zwischen beiden Verfahren ist deshalb eine systemtechnische Entscheidung, bei der Pulver- und Schüttguteigenschaften, Scheranforderungen, Durchsatz, Produktwechsel, Dosiergenauigkeit und nachgelagerte Prozesse gemeinsam betrachtet werden müssen.
Hosokawa Micron bietet diskontinuierliche und kontinuierliche Mischtechnologien – von schonenden Konusschneckenmischern bis hin zu Intensivmischern und kompakten kontinuierlichen Systemen für Flüssigkeitszugabe, Coating, Agglomeration und kontrolliertes kontinuierliches Mischen.
Diskontinuierliches Mischen eignet sich in der Regel besser für flexible Rezepturen und häufige Produktwechsel, während kontinuierliches Mischen insbesondere bei stabilen Rezepturen, dauerhaft hohen Durchsätzen und integrierten kontinuierlichen Prozessen Vorteile bietet.
Was ist der Unterschied zwischen diskontinuierlichem und kontinuierlichem Pulvermischen?

Beim diskontinuierlichen Mischen wird eine definierte Menge an Komponenten in den Mischer eingebracht, über eine festgelegte Zeit gemischt und anschließend vollständig ausgetragen, bevor die nächste Charge beginnt. Dadurch lassen sich Produktionschargen klar voneinander trennen und Prozessparameter zwischen einzelnen Chargen anpassen.
Beim kontinuierlichen Mischen werden Pulver und gegebenenfalls Flüssigkeiten kontinuierlich dosiert, während gleichzeitig gemischtes Produkt ausgetragen wird. Die Produktqualität hängt daher nicht nur vom Mischer selbst ab, sondern auch von einer präzisen und stabilen Dosierung, der Verweilzeitverteilung und dem Zusammenspiel mit den vor- und nachgelagerten Prozessschritten.
Die Auswahl zwischen beiden Verfahren ist deshalb eine systemtechnische Entscheidung, bei der Produkteigenschaften, Scheranforderungen, Durchsatz, Produktwechsel, Dosiergenauigkeit und nachgelagerte Prozesse gemeinsam betrachtet werden müssen.
Wann ist diskontinuierliches Pulvermischen sinnvoll?
Diskontinuierliches Mischen bietet ein hohes Maß an Flexibilität, wenn Rezepturen, Chargengrößen oder Prozessbedingungen regelmäßig wechseln. Es eignet sich außerdem für Anwendungen, bei denen einzelne Chargen eindeutig rückverfolgbar sein müssen oder weitere Prozessschritte im selben Behälter durchgeführt werden sollen.
Das Portfolio von Hosokawa Micron für diskontinuierliches Mischen umfasst Verfahren mit niedriger, mittlerer und hoher Scherintensität. Der Nauta® Konusschneckenmischer von Hosokawa Micron ist für das schonende Mischen frei fließender, empfindlicher und entmischungsgefährdeter Pulver ausgelegt. Der konische Paddelmischer (CPM) von Hosokawa Micron eignet sich für Prozesse mit niedriger bis mittlerer Scherung, bei denen kurze Mischzeiten und eine geringe Produktbeanspruchung gefordert sind. Für kohäsive Pulver oder Anwendungen mit höherem Energieeintrag kombiniert der Cyclomix Intensivmischer von Hosokawa Micron Scher- und Prallkräfte.
Diskontinuierliche Prozesse können zudem vorteilhaft sein, wenn mehrere Grundverfahren in einem Behälter kombiniert werden. Je nach Anlagenkonfiguration können beispielsweise Flüssigkeitszugabe, Coating, Erwärmen, Kühlen, Reaktion oder Vakuumtrocknung mit dem Mischprozess kombiniert werden.